Plakat

Anfahrtswege


An alle die mit dem Auto anreisen:

Am Hermsdorfer Kreuz kann es am Montag zu Stau kommen, da die Hauptfahrbahnen teilweise gesperrt sind. Allerdings betrifft die Sperrung der Abfahrten nicht uns, also nur Leute aus Richtung München (A9) die Richtung Erfurt (A4) wollen.
Alle anderen Abfahrten von der A4 aus Richtung Leipzig (A9) sollten frei sein.

Im Laufe des Abends kann es jedoch zur Sperrung der B7 Richtung Eisenberg, direkt nach der Ausfahrt Eisenberg, kommen. Daher empfehlen wir euch die Ausfahrt 23 Bad Klosterlausnitz/ Hermsdorf oder Ausfahrt 21b Droyßig zu nehmen. (vgl. Karte)

Wir wünschen euch eine gute Anreise. Macht die Autos voll!

Eine kleine Presseschau

Mann schlägt in Eisenberg mit Schlagstock auf Geflüchtete ein

SOKO Zesa übernimmt Ermittlungen, auch Fälle aus Saalfeld und Eisenberg dabei

Fremdenfeindlicher Angriff nach Eisenberger Stadtfest

Presseerklärung der SPD, Linken und Grünen zum bevorstehenden ThüGIDA-Aufmarsch


ThüGIDA wird in Eisenberg marschieren

ThüGIDA-Demonstration in Erfurt blockiert

Wer ist eigentlich diese ThüGIDA?

Die ThüGIDA (Thüringen gegen die Islamisierung des Abendlandes), ist eine fremdenfeindliche Initiative, deren Führungsriege sich aus bekannten Neonazis, NPD-Politikern und vorbestraften Rechtsradikalen zusammensetzt. Bis zum 16.März 2015 demonstrierte die ThüGIDA unter dem Kürzel SÜGIDA in Suhl und versucht nun, unter neuem Namen ihren Protest thüringenweit auszubreiten. Hierzu fanden seit dem 23.März 2015 wöchentliche „Montagsdemonstrationen“ in Erfurt statt. Für den 20. April haben sie sich nun Eisenberg als Ort für ihre menschenverachtenden „Spaziergänge“ ausgesucht.
Zu den Akteuren der Bewegung gehören u.a David Köckert, Yvonne Wieland, Beatrix Meißner, Tommy Frenck und Patrick Schröder.

Einst Mitglied der AFD, wechselte David Köckert, nachdem er im Februar 2014 die rassistische „Bürgerinitiative gegen ein Asylheim in Greiz“ anführte, öffentlichkeitswirksam zur NPD, für welche er seit Juni 2014 im Greizer Stadtrat sitzt. Der Verfassungsschutz attestierte ihm eine Nähe zu dem in Deutschland seit 2000 verbotenen, militanten und gewaltbereiten Neonazinetzwerk „Blood and Honour“. Fernerhin durfte Köckert sich bereits wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten.

Gegen die Anmelderin der SÜGIDA-Demonstrationen, Yvonne Wieland, ermittelt die Staatsanwaltschaft in 7 Fällen wegen Volksverhetzung und öffentlicher Aufforderung zu Straftaten (1). Ihren Facebook-Kommentaren war zu entnehmen, dass sie sich „den Endsieg“ wünscht , Kritikern am liebsten „die Zunge herausschneiden „ will und Migranten „alle mitsamt der Gebärmaschinen über’n Haufen geknallt“ werden sollten. Des weiteren existiert ein Bild von ihr, welches sie mit Michael Regener, dem Frontmann der Rechts Rock-Band „Die Lunikoff-Verschwörung“(ehemals Landser), nach einem Konzert im Erfurter Neonazi-Treffpunkt „Kammwegklause“ zeigt.(2)

Links neben dem ehemaligen Landser-Sänger, ist auf diesem Bild außerdem Beatrix Meißner zu sehen. Meißner trat in Suhl als stellvertretende Versammlungsleiterin auf. Im Jahre 2014 kandidierte sie für das extrem Rechte „Bündnis Zukunft Hildburghausen“(BZH) . Auf der Webseite des BZHs wird sie ebenfalls im Impressum als Verantwortliche genannt. Das BZH trat in der Vergangenheit als Organisator einiger rechtsradikaler, rassistischer und neo-faschistischer Kundgebungen und Demonstrationen in Hildburghausen und Umgebung auf. Die hierfür eingeladenen Redner (von denen die meisten als Holocaustleugner und Rechtsradikale bekannt sind) forderten unter anderem dazu auf „zusammen ein viertes Reich zu erkämpfen“, waren der Meinung, dass „Asylpolitik nichts mit Menschenrecht zu tun hat“ oder wollten sich dagegen wehren, „dass Deutschland zu Exotenland, zu Bimboland, zu Kanakenland praktisch verkommt“. Bei diesen Veranstaltung traten ebenfalls „Musiker“ aus der rechten und neo-nazistischen Liedermacher- und Rockszene auf. (3)

Ihr Sohn, Tommy Frenk, gilt als maßgeblicher Initiator des „Bündnis Zukunft Hildburghausen“, lässt sich gerne als „Herr Gauleiter“ grüßen und erstellt die Veranstaltungsseiten für „SÜGIDA“ bei Facebook. Im Dezember 2014 erwarb Frenk einen ehemaligen Gasthof im südthüringischen Kloster Veßra, wo am 16. Februar 2015 die erste „Sügida-Saalveranstaltung“ stattfand.

Ein guter Freund Frenks und regelmäßiger „Mitspazierer“ der SÜGIDA, ist der Betreiber der neo-nazistischen Online-Sendung „FSN TV“ und Inhaber der Neonazi-Modemarke „Ansgar Aryan“, Patrick Schröder. Schröder übernahm die Geschäfte des Labels, nachdem bekannt wurde, dass dessen ehemaliger Betreiber, Daniel Kilian, aufgrund von Drogendelikten zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. „Ansgar Aryan“ vertreibt u.A. Kleidungsstücke und Accessoires auf welchen der rassistisch-militante „Ku-Klux-Clan“, deutsche Wehrmachtsoldaten, und verurteilte NS-Kriegsverbrecher heroisiert werden. Auch der Aufdruck „Eighty-Eight-Crew“ lässt sich auf den Artikeln im Sortiment des Onlineshops finden. Überdies gilt der „Nazi-Hipster“ Schröder seit Mitte April als Vorbestraft, da er in einer seiner Sendungen des nationalsozialistischen und rassistischen „FSN TV“ den Hitlergruß zeigte. (4)

Auf dem Podium der ThüGIDA- und SÜGIDA-Aufmärsche standen bereits verurteilte Holocaustleugner wie wie Paul Lattusek, NPD-Stadträte wie David Köckert und Karl Richter und der rechtsradikale Liedermacher und „Gebietsleiter“ der „Europäischen Aktion“ (einem europaweiten Netztwerk von Holocaustleugnern), Axel Schlimper.

Die Anhänger der ThüGIDA setzen sich aus Erfurter Neonazis um den langjährigen Hooligan und NPD-Stadtrat Enrico Biczysko, dem „Weimarer Land“ um den Neonazi-Demonstrations-Anmelder Michel Fischer und den „Freien Kräften Gotha“, bzw. dem extrem rechten „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“ zusammen. Unter ihnen befinden sich auch Thomas Wagner, Tony St. und Matthias P., gegen die aufgrund eines Überfalls auf eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt ermittelt wird. (5) (6)

Diese Recherche kommt anhand der vorliegenden Fakten zu dem Ergebnis, dass es sich bei der ThüGIDA keinesfalls um eine Bewegung „besorgter Bürger“, sondern um eine Ansammlung von Neo-Nazis, Rechtsradikalen, Rassisten, Holocaustleugnern, Hooligans und ewig Gestrigen handelt, welche versuchen bestehende Vorurteile und gefährliches Halbwissen zur Verbreitung ihres extrem rechten, neofaschistischen und/oder menschenverachtenden Weltbildes zu nutzen.

Route THÜGIDA


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